Die Geschichte der Kuckucksuhren
Posted By admin on 20. Dezember 2011
Wer an Kuckucksuhren denkt, verbindet diese automatisch mit dem Schwarzwald. Die Kuckucksuhr stammt jedoch nicht aus dieser Region. Wie sie in den Schwarzwald kommt, darüber gibt es verschiede Geschichten und Quellen. Auch wann die erste Kuckucksuhr im Schwarzwald gefertigt wurde, ist nicht bekannt. Sie ist jedoch auf der ganzen Welt bekannt. Typisch ist, dass die Uhr an der Wand angebracht wird und ihre langen Pendel am “Vogelhäuschen” herunterhängen. Dieser Stil ist für die Uhr mit dem kleinen Kuckuck prägend und wird außerhalb der traditionellen Fertigung im Schwarzwald auch oft kopiert.
Wie der Kuckuck in die Uhr kam
Die erste Kuckucksuhr wurde schriftlich 1962 erwähnt und gehört August von Sachsen in Dresden. Erst zwanzig Jahre später werde in ein Handbuch für Musik dem Musurgia Universalis eine Orgel und Figurenspielautomaten erwähnt nach deren Tönen sich die Figuren mechanisch bewegen. Unter dieser ausführlichen Beschreibung ist auch der weltweit bekannte Kuckuck, der automatisch den Schnabel öffnete, sowie mit der Schwanzspitze und Flügel schlug. Im gleichen Moment wie in der Bewegung, soll der typische Kuckucksruf durch zwei Orgelpfeifen erzeugt wurde n sein. Diese Technik verschaffte später der Uhr Ihren Namen und ihren stilistischen Kuckucksruf. Denn später nutzte der Architekt Domenice Martinelli in Italien, das zu seiner Eingebung die Uhr jede volle Stunde, mit dem Kuckucksruf ertönen zu lassen. Bis heute hat sich daran nichts geändert und wenn die Stunde schlägt, verlässt der kleine Vogel mit seinen lauten Ruf die Uhr.
Ein Haus für den Vogel
Die erste Kuckucksuhr hatten vom Aussehen noch wenig mit den uns heute so typischen Wanduhren zu tun. Erst 1850 als Robert Gerwig, der Direktor der großherzoglich badischen Uhrmacherschule in Furtwangen, einen Wettbewerb veranstaltet, in den neue Uhren designt werden sollten, kam der Kuckuck zu seinem Haus. Die typische Kuckucksuhr entwarf Friedrich Eisenlohr. Der Architekt gestaltete dafür die Fassade eines Bahnhofshäuschen um und brachte ein Ziffernblatt an. Das war die Geburtsstunde der traditionellen Kuckucksuhr. Die verzierten Uhren, mit Schnitzerreinen aus Figuren und Formen sind heute länderübergreifend bekannt und als Souvenir aus dem Schwarzwald nicht mehr wegzudenken. Seit 1862 die Bahnhofshäusleruhr in eine Kuckucksuhr mit Tannenzapfen von Johann Baptist Beha aus Eisenbach das erste Mal angeboten wurde ist sie ein Kassenschlager. Heute werden Kuckucksuhren oft aus edlen Hölzern, mit Tieren verziert und kleinen Details aufgewertet. Die kleinen Meisterwerke, die auch aufwendig in Handarbeit gefertigt werden, sind aus der Geschichte des Schwarzwaldes nicht mehr wegzudenken. Länderübergreifend ist sie nicht nur ein deutsches Symbol, sondern auch die Schweiz und Österreich sind für ihre Uhren bekannt.
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